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So unerwartet Unterstrass zu einem Schützenkönig kam, so rasch musste seine Feier organisiert werden. Gelungen ist sie trotzdem.
Es ist lange her, seit Unterstrass einen der seinen als Schützenkönig feiern konnte. «Ich ging mit ihm zur Sekundarschule dann müsste es zwischen 1951 und 1953 gewesen sein», überlegt Hans-Ulrich Meier, Vizepräsident des Quartiervereins, laut.
Die Feier 2005 stand dann innerhalb einer Woche: der Apéro kam vom Restaurant Gnädinger am Schaffhauserplatz, die Handorgelklänge vom befreundeten Musiker Thomi Erb und die Gäste, darunter eine stattliche Anzahl Familienangehörige des Schützenkönigs, kamen von alleine.
Quartiervereinspräsident Hans Ulrich Weber vergleicht die Rolle des Schützenkönigs mit derjenigen einer Miss Schweiz, «mit viel Prestige, vielen Terminen und positiven Erlebnissen». Einen Flug im Superpuma hat Kevin schon absolviert, «und am nächsten Sechseläuten-Umzug marschiere ich bei der Zunft zur Weggen mit.»
Die Nervosität des Betreuers neben Kevin hebt Weber aber auch das Verdienst des Betreuers hervor, der ebenfalls anwesend ist. Doch Francis Rosenberger relativiert: «Eigentlich ist es Zufall, ob man den zukünftigen Schützenkönig kriegt. Die Jugendlichen suchen sich ihren Schiessplatz selbst aus.» Beeindruckt hat ihn die Ruhe des 15-Jährigen. «Um die Schützen nicht abzulenken, drehe ich den Monitor jeweils von ihnen weg», erklärt er sein Rezept. «Aber nach Kevins viertem 6er konnte ich selber nicht mehr auf den Monitor sehen», erzählt Rosenberger.
Quartiervereinspräsident Hans Ulrich Weber überreicht Schützenkönig Kevin Hatzkiriakos das Goldvreneli und Kinogutscheine.
Bild:Roger Suter/Käferberg